Mein Name ist Franz Harrecker. Am 22.07.1976 wurde ich in Traunstein geboren. Meine Eltern, Resi und Sepp Harrecker, bewirtschafteten einen Bauernhof. Da sie nicht nur sieben Kinder zu versorgen hatten ( Ich bin der Sechste ), sondern noch ca. dreißig Milchkühe, Hühner, Schweine und fünf bis fünfzehn Kälber, war ihre Zeit begrenzt. Dadurch gehöre ich zur Generation, die sich was einfallen ließ, die sich ihren Spaß selber suchte.

Über mich Platz, Material, Bastel- und Spiel-
möglichkeiten gab es reichlich. Da wir keinen Fernseher hatten, fand unsere Welt draußen, in echt statt. So lernte ich: Wenn du was willst, dann musst du es machen. Mit dem ersten Kindergartentag fühlte ich mich dieser Freiheit aber beraubt. Ich spielte mit. In der Grund- und Hauptschule sah ich nie einen Sinn im Ehrgeiz. Die Lehrer sagten: Ich könnte so gut sein, wenn ich was tun würde. Doch ich verspürte kein Bedürfnis das beweisen zu müssen. So schloss ich die Hauptschule mittelmäßig ab und begann eine Lehre als Autosattler. Da mich die Materie interessierte, zeigte ich Engagement und schloss als Bayern´s Bester ab. Das Betriebs-
klima war aber gar nicht was ich mir unter menschlichem Mitein-

ander vorstellte, so das ich sofort nach dem Abschluss ging. Da war sie wieder, die FREIHEIT ! Keiner bestimmte wann ich aufzustehen hätte. Es war überstanden. Nachdem ich ein paar Monate ausgiebig NICHTS getan hatte, begann ich mich mit Gelegenheitsjob´s finanziell über Wasser zu halten. Ich hatte nicht vor zu leben um zu arbeiten, lieber arbeiten um zu Leben. Seit der Ausbildung habe ich nie wieder drei Jahre am Stück für jemanden gearbeitet. Mit meiner wiedererlangten Freiheit begann sich auch meine Kreativität zu entfalten, und bald schweißte ich statt alter Auto´s die ersten Schrottskulpturen.

Mit einundzwanzig reiste ich zum ersten mal nach Indien. Dort infizierte ich mich ziemlich schlimm mit dem Reisefieber. Nun hieß es nicht mehr: arbeiten um zu leben, sondern um zu reisen. Indien fesselte mich. Ich kam mit der buddhistischen Meditation in Kontakt und blieb ihr für viele Jahre treu. Nach vier längeren Indienreisen verschlug es mich dann nach Thai-
land. Unter der magischen Führung der Freiheit begegnete ich dort meiner Ex-Frau Nicole, welche derselben gefolgt war. Zwei Thailand-
reisen später entschloss sich unsere Tochter Malee bei uns zu landen. Nun bekam die Freiheit ein anderes Gesicht. Wir wurden in Freital sesshaft und kauften unser kleines Hexenhäuschen im Wald. Ich meldete ein Haus-
meistergewerbe an und bot nun all die Fähigkeiten, welche ich in den verschiedensten Bereichen des Handwerk´s gesammelt hatte, als Service an. Thailand schien ein fruchtbarer Boden für uns, denn auf der nächsten Reise fand Ida´s Seele in Nicole´s Bauch. Kurz darauf gründeten wir unser Reisegewerbe um unsere kreativen Erzeugnisse auf Märkten anzubieten. Nun sind sieben wertvolle Jahre Ehe vergangen und ich habe zwei wundervolle Töchter. Der gemeinsame Weg mit Nicole hat kürzlich geendet. Ich bin ihr sehr dankbar für all die Erfahrungen, für unsere zwei Engel und dafür, dass wir gelernt haben zu unseren Gefühlen zu stehen, auch wenn sie das Ende einer Ehe bedeuten.

Da wären wir, hier und jetzt!
Das wünsche ich auch dir von Herzen.


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